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Gartenkalender

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Artischocken
Bei der Artischocke (Cynara cardunculus) handelt es sich um eine ausdauernde Kulturform der Karde, von der man die noch geschlossenen Blüten als Gemüse erntet. Der Zeitpunkt der Aussaat, aber auch der Standort und die Witterungsverhältnisse, sind massgebend dafür, ob die doch sehr wärmebedürftige Pflanze bereits im ersten oder erst ab dem zweiten Standjahr Blüten ansetzt. Säht man die Samen bereits im Januar aus und setzt die Jungpflanzen ab April in geschützten Lagen an einem sonnigen Standort in tiefgründigem, humusreichen Boden, können in warmen Sommern bereits im September Artischocken geerntet werden. Folgt die Aussaat und Pflanzung später im Jahr, und ist der Sommer eventuell noch kühl und regnerisch, so bilden sich im ersten Jahr nur Blattrosetten, im folgenden Sommer ab Juli und bis zu fünf Folgejahre die Blütenstände.
Als Starkzehrer verlangen Artischocken zu Beginn der Vegetationszeit ca. 3-4 Liter gut verrotteten Kompost pro m2 sowie eine Gabe Gemüsedünger aus dem Handel gemäss Packungsbeilage.

 

Flechten an Bäumen und Sträuchern
Da Flechten einen sehr geringen Nährstoffbedarf haben und diesen erst noch über die Luftfeuchtigkeit aufnehmen, verursacht ein leichter Befall an Bäumen und Sträuchern kaum Schaden. Sind Äste jedoch sehr stark überwuchert, eventuell auch in Kombination mit Algen und Moosen, so behindern praktisch geschlossene Beläge die Atmung der Pflanze, da diese auch über sogenannte Lentizellen oder Korkwarzen an den Zweigen und nicht nur über die Spaltöffnung der Blätter erfolgt. Hier kann der Belag am Stamm sowie den Ästen und Zweigen mit einem speziellen Kratzer, erhältlich im Fachhandel, oder einer Drahtbürste entfernt werden.

Esskastanien für die Alpennordseite
Nur wenn die Lage mild, der Boden humos und der Baum zusätzlich geschützt ist, hat man nördlich der Alpen gute Chancen, Esskastanien, auch Marroni genannt, erfolgreich zu kultivieren. Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst, was ein gutes Anwachsen gewährleistet. Sie sind einhäusig und haben daher sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf einer Pflanze, wobei die weiblichen von einem Kranz männlicher umgeben in der Mitte sitzen. Da Marroni aber als selbstunfruchtbar gelten, empfiehlt es sich, einen oder mehrere Bäume für eine gute Befruchtung dazu zu pflanzen.

Umpflanzen von frostempfindlichen Sträuchern
Der beste Zeitpunkt für das Umpflanzen von etwas frostempfindlicheren Pflanzen wie Lavendel oder Hortensien ist Mitte März, wenn keine allzu strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Wichtig dabei ist, dass die Pflanzen mit so viel Wurzelwerk wie möglich ausgegraben werden. Den Lavendel sollte man dabei nur um einen Drittel bis maximal die Hälfte zurückschneiden. Keinesfalls ins alte Holz. Hortensien je nach Art ebenso. Nach dem Umpflanzen sollten die Pflanzen gut gewässert, und Hortensien mit einem Moorbeetpflanzendünger, Lavendel, da genügsamer, nur mit einer leichten Kompostgabe versorgt werden.

Wildtriebe beim Korkenzieherhasel entfernen
Nur allzu gerne kommt es beim Korkenzieherhasel (Corylus avellana ‘Contorta‘) vor, dass statt gedrehter lange, kerzengerade Triebe aus der Basis schiessen. Dabei handelt es sich um Triebe aus der Unterlage, eine stak wachsende, gewöhnliche Haselnuss, worauf die gedrehte Sorte veredelt wurde. Da ein zu starkes Wachstum der Unterlage die veredelte Form zunehmend schwächt und diese somit früher oder später absterben wird, sollte man die aufrecht wachsenden Triebe baldmöglichst entfernen. Dabei kappt man sie mit einer scharfen Gartenschere knapp über dem Boden oder trennt sie mit einem Spaten von der Wurzel ab - übrigens die bessere Variante, um einen baldigen Neuaustrieb deutlich zu verringern.

Aussaat von erstem Gemüse
Bereits ab Februar lässt sich im Treibhaus oder auf der Fensterbank das erste Gemüse vorziehen. Dazu gehört natürlich Kopfsalat. Besonders gut geeignete Sorten sind ‘Estelle‘ und Dynamite‘. Werden bereits jetzt Erbsen gesetzt, empfehlenswerte Sorten sind ‘Sima‘ oder ‘Norli‘, so sind diese zwei Wochen früher als üblich erntereif.
Allgemein bei der Anzucht von Pflanzen gilt: Während die Samen noch in nährstoffarme Aussaaterde gebettet werden wollen, verlangen die aufgegangenen Pflänzchen, pikiert in Kistchen oder Einzeltöpfe, eine vorgedüngte Gemüseerde.

Zauberhafte Schneeforsythie
Die aus Korea stammende Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) ist etwas für Liebhaber. Der sommergrüne Strauch ist ein Verwandter unserer Forsythie. Die weissen, leicht rosa überhauchten, nach Mandeln duftenden Blüten öffnen sich an milden Tagen bereits zum Winter­ende und sind eine wahre Freude. Der Strauch ist recht anspruchslos, bevorzugt aber einen geschützten Platz in voller Sonne und einen fruchtbaren, durchlässigen Boden. Er wird etwa 1,5 m hoch und ebenso breit und eignet sich gut für die Strauchrabatte oder den Beethintergrund. Nach der Blüte schneidet man die Schneeforsythie auf kräftige Knospen zurück, um einen kompakten Wuchs zu fördern.

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